Psychotherapie

Agoraphobie

Die Agoraphobie bezieht sich auf Ängste vor offenen Plätzen, Menschenmengen, dem sich Begeben in öffentliche Verkehrsmittel oder Geschäfte verbunden mit der Angst, das eigene Haus zu verlassen. Ein Vermeidungsverhalten agoraphobischer Situationen ist charakteristisch für diese Störung. Einige Betroffene sind im Verlauf völlig an ihr Haus gefesselt. Viele Betroffene empfinden bei dem Gedanken, in der Öffentlichkeit zu kollabieren und hilflos liegen zu bleiben, Panik. Das Fehlen eines sofortigen „Fluchtweges“ ist eines der Schlüsselsymptome vieler agoraphobischer Situationen. Es sind überwiegend Frauen betroffen. Der Beginn liegt meist im frühen Erwachsenenalter. Ohne effektive Behandlung verläuft die Agoraphobie häufig chronisch. Es können zusätzlich Symptome einer anderen Angststörung oder einer Depression vorliegen.


Anpassungsstörungen

Anpassungsstörungen umschreiben Zustände von subjektivem Leiden und emotionaler Beeinträchtigung, die die eigene Funktions- und Leistungsfähigkeit im Alltag behindern. Sie können während eines Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung, nach einem belastenden Lebensereignis oder auch nach schwerer körperlicher Krankheit auftreten. Belastungen können das direkte soziale Umfeld betreffen (z.B. bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnis) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder sozialer Werte wie bei Emigration oder nach Flucht. Ob eine entsprechende Belastung eine Anpassungsstörung auslöst, hängt unter Umständen auch von Persönlichkeitsaspekten des Betroffenen ab. Die Anzeichen sind sehr unterschiedlich und umfassen depressive Stimmungen, Angst, Besorgnis, ein Gefühl, unmöglich zurechtzukommen, vorauszuplanen oder in der gegenwärtigen Situation fortfahren zu können, weiterhin eine Einschränkung in der Bewältigung der alltäglichen Routine. Keines der Symptome ist schwer oder markant genug, um eine spezifischer Störung (wie z.B. die einer Depression oder Angststörung) zu diagnostizieren.


Ärztliche Psychotherapeuten

Ärztliche Psychotherapeuten sind Ärzte, die nach einem Medizinstudium eine Therapieausbildung absolviert haben.


Depression

In depressiven Episoden leidet der Betroffene gewöhnlich unter gedrückter Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und einer Antriebsverminderung. Es besteht erhöhte Ermüdbarkeit und ein Rückzug von Aktivitäten. Deutliche Müdigkeit tritt oft nach nur kleinen Anstrengungen auf. Weitere Beschwerden können Konzentrationsstörungen, gemindertes Selbstwerterleben, Schuldgefühle, pessimistische Lebensgrundhaltung, Selbsttötungsgedanken/-handlungen, Schlafstörungen und Appetitstörungen seien. Welche Symptome im Vordergrund stehen, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, so dass depressive Störungen leicht übersehen und nicht rechtzeitig psychotherapeutisch und / oder psychopharmakologisch behandelt werden. Depressive Störungen können als einmalige Episode oder wiederkehrend (rezidivierend) und mit unterschiedlichem Schweregrad auftreten. Insbesondere die Ausprägung der Beschwerden entscheidet, welche Behandlungsmethode/-setting aktuell das richtige ist. Depressionen können in allen Lebensphasen vom Jugendalter bis ins hohe Alter vorkommen. Sie sind die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Etwa 17 Prozent der Bevölkerung erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Frauen doppelt so häufig wie Männer.


Generalisierte Angststörung

Hauptmerkmale der generalisierten Angststörung sind 1. langanhaltende, übertriebene, unrealistische Sorgen, die über vielfältige Lebensbereiche wechselnd bestehen (z.B. Beruf, Familie, Gesundheit etc.) und mit quälenden Befürchtungen einhergehen, man selbst oder Angehörige könnten verunglücken oder sonst wie zu Schaden kommen, 2. Schwierigkeiten, diese Sorgen zu kontrollieren und 3. begleitende Symptome wie z.B. Ruhelosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Leere im Kopf, Reizbarkeit, Muskelspannung oder Schlafstörungen. Diese Beschwerden bestehen die meiste Zeit über mehrere Monate und beeinträchtigen Betroffene in bedeutendem Ausmaß in ihrem Alltag. Vielfach greifen Betroffene zu Alkohol oder Tabletten als Selbstmedikation, um sich zu beruhigen oder ihren Ängsten zu entfliehen.


Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Beide Therapieformen sind zeitlich aufwändiger als die Verhaltenstherapie. Sie setzen in der Kindheit an, versuchen herauszufinden, weshalb Sie so fühlen und sich verhalten, wie Sie es im Augenblick tun. Diese Verfahren gehen davon aus, dass seelische Probleme Folge unbewusster Konflikte aus der Kindheit sind. Die Psychoanalyse arbeitet mit Assoziationen, Träumen und der Deutung Ihrer Reaktionen gegenüber dem Therapeuten.
Die Dauer der tiefenpsychologisch fundierten Therapie ist durch die Konzentration auf zentrale Lebensprobleme deutlich kürzer


Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas)

In den westlichen Industrienationen haben die Essstörungen Anorexia nervosa und die Bulimia nervosa in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Sie sind die häufigsten psychosomatischen Erkrankungen im jungen und mittleren Erwachsenenalter und stellen eine ernsthafte Erkrankung dar, die manchmal sogar lebensbedrohlich sein kann.

- Anorexia nervosa
Das Störungsbild ist gekennzeichnet durch: Starkes Untergewicht bei häufiger Weigerung zuzunehmen oder sogar Wunsch, weiter abzunehmen, ausgeprägte Ängste vor einer Gewichtszunahme oder davor, dick zu werden, trotz bestehenden Untergewichts, eine Störung in der Wahrnehmung der eigenen Figur und des Körpergewichts, übertriebener Einfluss des Körpergewichts oder der Figur auf die Selbstbewertung, oder Leugnen des Schweregrades des gegenwärtigen geringen Körpergewichts, bei Frauen: Ausbleiben von mindestens drei aufeinanderfolgenden Menstruationszyklen Die Erkrankung beginnt selten vor der Pubertät. Es gibt einen Altersgipfel im Bereich von 14 bis 18 Jahren. Die Erkrankung tritt zehnmal häufiger bei jungen Frauen als bei jungen Männern auf.

- Bulimia nervosa
Das Beschwerdebild ist gekennzeichnet durch: wiederholte Heißhungeranfälle mit Verzehr großer Mengen an Nahrungsmitteln und Gefühl des Kontrollverlustes beim Essen, wiederholte Anwendung von einer Gewichtszunahme gegensteuernde Maßnahme (wie z.B. Erbrechen), Heißhungeranfälle und Kompensationsverhalten kommen drei Monate lang im Durchschnitt mindestens zweimal pro Woche vor, Figur und Körpergewicht haben einen übermäßigen Einfluss auf die Selbstbewertung, die Störung tritt nicht ausschließlich im Verlauf von Episoden einer Magersucht auf. Die Erkrankung beginnt meist in der späten Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter. Die Erkrankung tritt zehnmal häufiger bei jungen Frauen als bei jungen Männern auf.

- Adipositas
Adipositas, d.h. Übergewicht, kann schwerwiegende Folgen haben, da es häufig mit Zivilisationskrankheiten wie z.B. Bluthochdruck, Gelenkerkrankungen, Atemprobleme oder Zuckerkrankheit zusammenhängt. Man spricht von Übergewicht ab einem BMI (Body-Mass-Index) von mehr als 30 Punkten. Der BMI gibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße an. Über 50% der Bevölkerung in der BRD gelten als übergewichtig. Bei 25 % der Bevölkerung wird sogar ein extremes Übergewicht angenommen. Die Betroffenen leiden unter verschiedenen körperlichen Folgeerkrankungen und unter Negativbewertungen durch ihre Umwelt. Ca. 30% der Adipösen weisen zusätzlich eine Essstörung (Binge-Eating-Störung) auf. Das Essen erhält bei den Betroffenen zunehmend die Bedeutung von sich belohnen, trösten, beruhigen anstatt vordringlich die Funktion einer gesunden Ernährung zu beinhalten. Es entwickelt sich zur oftmals entscheidenden Strategie, sich kurzfristig etwas gutes zu tun. Das hat zur Folge, dass mehr gegessen wird, als der Körper an Energie braucht und sich ein Übergewicht entwickelt. Im Sinne eines Teufelskreises nimmt bei wachsendem Übergewicht die Lust auf Bewegung nach. Diäten haben meist ebenfalls einen JoJo-Effekt zur Folge und tragen zu keiner Gewichtsreduktion bei.

- Binge-Eating-Störung
Die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung, bei der die meisten Betroffenen ein Übergewicht oder sogar extremes Übergewicht (Adipositas) entwickeln und für sie ein vielfacher Leidensdruck entsteht. Leid entsteht aus den körperlichen Folgen des Übergewichtes, aus den negativen Bewertungen der Umwelt, aber auch durch die eigenen Unzufriedenheiten mit sich sowie durch die Essstörung selbst. Bei dieser relativ häufigen Störung (bis 4,3 % der Gesamtbevölkerung und etwa 30% der Patienten mit Adipositas) kommt es zu regelmäßigen Essattacken, bei denen die Betroffenen kaum noch Kontrolle über die Menge und die Art ihrer Nahrungsaufnahme haben. Die Nahrungsaufnahme erfolgt sehr schnell bis zu einem unangenehmen Völlegefühl ohne das im eigentlichen Sinne Hunger besteht. Nach einem solchen Essanfall fühlt sich der Betroffene meist sehr schlecht, verbunden mit Schuldgefühlen und Deprimiert-sein. Im Gegensatz zur Bulimie (Ess-Brech-Sucht) bestehen bei dieser Störung keine Bemühungen durch Erbrechen, Fasten oder intensivem Sport das Körpergewicht zu beeinflussen.


Panikstörung

Panikattacken sind plötzlich auftretende Angstanfälle, die für Betroffene wie „aus heiterem Himmel“ kommen. Diese Attacken sind für die Betroffenen nicht vorhersehbar und können auch aus dem Schlaf heraus sich entwickeln. Typisch ist der plötzliche Beginn mit Herzklopfen. Weiterhin können u.a. Herzrasen, Brustschmerzen, Schwitzen, Atemnot, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle auftreten. In der Regel befürchten die Betroffenen während der Angstanfälle zu sterben, zu kollabieren oder verrückt zu werden bzw. die Kontrolle zu verlieren Vielfach wird in der Folge ein Vermeidungsverhalten entwickelt, indem Situationen und Orte nicht mehr aufsucht werden, an denen eine derartige Angstattacke aufgetreten ist oder auftreten könnte. Hat sich ein solches Vermeidungsverhalten entwickelt, besteht zusätzlich eine Agoraphobie. Der Handlungsspielraum im Alltag ist dadurch oftmals erheblich eingeschränkt und der Alltag kann nur noch mit Sicherheitsmaßnahmen wie Begleitpersonen, das Mitsichführen von Notfallmedikamenten oder Handy bewältigt werden. Panikanfälle sind häufig mit Schamgefühl oder der Befürchtung, keine Hilfe zu bekommen, verbunden. Bleibt die Panikstörung unbehandelt, entwickelt sich bei der Mehrzahl aller Betroffenen im Laufe der nächsten Jahre eine zusätzliche depressive Störung


Psychiater

Psychiater sind Ärzte mit einer Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie. Ihre Ausbildung und Arbeitsweise geht eher von einer körperlichen Sicht der seelischen Probleme aus. Die Behandlung mit Medikamenten steht im Vordergrund. Er behandelt überwiegend schwere Persönlichkeitsstörungen und Psychosen. Manche Psychiater haben jedoch zusätzlich eine Psychotherapieausbildung und bieten Psychotherapie an.


Nervenärzte

Nervenärzte sind Ärzte, die zuständig sind für die organische Behandlung des Nervensystems.


Posttraumatische Belastungsstörung

Posttraumatische Belastungsstörungen treten als Folge extrem belastender Ereignisse auf, die entweder plötzlich mit kurzer Einwirkungszeit oder als lang andauernde Belastungen auftraten (z.B. nach Unfällen, Beobachtung von Tod oder Verletzung, Bränden oder Naturkatastrophen, Kriegserfahrungen, Erfahrungen krimineller Gewaltdelikte, sexuellen Missbrauchserfahrungen) und die traumatisch erlebt und verarbeitet wurden. Charakteristischerweise kommt es in bestimmten Alltagssituationen zu einem quälenden Wiedererinnern der traumatischen Ereignisse, oft in Form von Bildern oder Alpträumen und meist verbunden mit Angst, Hilflosigkeit, hoher Anspannung, funktionellen Körperbeschwerden und Vermeidungsverhalten traumaassoziierter Reize (z.B. bewusstes Vermeiden von Orten, die mit dem Traum in Verbindung stehen). Sehr häufig bestehen zusätzlich andere psychische Störungen (z.B. Angststörung, Depression, Essstörung, Suchterkrankung) oder körperliche Erkrankungen.


Psychologische Psychotherapeuten

Psychologische Psychotherapeuten sind Diplom-Psychologen, die ein abgeschlossenes Psychologiestudium und eine gesetzlich anerkannte mindestens 3-jährige Therapieausbildung aufweisen.


Sekundäre Abhängigkeitsstörungen

Als sekundäre Abhängigkeitsstörung wird der problematische, schädliche Gebrauch von potentiell abhängig machenden Substanzen (z.B. Alkohol, Tabak, Cannabinoide, Medikamente) bezeichnet, bei dem die Kernmerkmale Kontrollverlust und körperliche Abhängigkeit noch fehlen. Im Vordergrund des Beschwerdebildes stehen psychische Probleme (z.B. soziale Ängste, Depressionen etc.). Der schädliche Suchtmittelgebrauch erfolgt hier als dysfunktionale Bewältigungsstrategie dieser psychischen Probleme (z.B. Problem- oder Erleichterungstrinken) mit Zielen wie, Sorgen zu dämpfen oder Hemmungen und Ängste abzubauen. Im Gegensatz zum suchttherapeutischen Behandlungsansatz der Abhängigkeitsstörungen, ist Abstinenz bei sekundären Abhängigkeitsstörungen kein primäres Therapieziel. Im Vordergrund steht die psychotherapeutische Behandlung der primären psychischen Konflikte (Angstbewältigung, Depressionsbewältigung), die mit dem Suchtmittelkonsum in Verbindung stehen.


Somatoforme Störungen

Allen somatoformen Störungen ist gemeinsam, dass die Betroffenen unter körperlichen Beschwerden erheblich leiden, für die jedoch bezüglich Art und Ausmaß medizinisch keine Ursachen gefunden werden können. Beginn und Fortdauer der Symptome zeigen meist eine enge Verbindung zu unangenehmen Lebensereignissen, Schwierigkeiten und Konflikten, wobei diese psychische Verursachung bzw. Aufrechterhaltung des Beschwerdebildes häufig von den Betroffenen nicht zu benennen ist.


Anhaltende Schmerzstörung

Akute Schmerzen dauern einige Sekunden bis einige Wochen und sind in der Regel an erkennbare Auslöser gekoppelt; fällt der schädigende äußere Reiz oder die Entzündung im Körper weg, ist das Schmerzerleben ebenfalls beendet. Bei der chronischen Schmerzstörung (wenn der Schmerz über 6 Monate andauert) besteht ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann, auch wenn dieser meist ein akutes Schmerzstadium (z.B. durch Verletzungen, Erkrankungen) vorausging. Der Schmerz tritt hier in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Auf lang andauernde Schmerzen reagieren Menschen häufig mit Hoffnungslosigkeit, Verzweifelung, mit Sorgen und depressiven Verhaltensmustern und Gedanken sowie mit Schlafstörungen, Appetitverlust und sozialem Rückzug. Diese körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen sind meist mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden.


Soziale Phobie

Soziale Phobien beginnen meist in der Jugend, zentrieren sich um die Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen und führen dazu, dass soziale Situationen vermieden werden. Sie können klar abgegrenzt auf spezifische Situationen sein, z.B. auf das Essen oder Sprechen in der Öffentlichkeit, das Treffen mit dem anderen Geschlecht etc. oder sie sind unbestimmt und treten in fast allen sozialen Situationen außerhalb des Familienkreises auf. Soziale Phobien sind oft mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Sie können sich in Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit etc. äußern. Behandlungsbedürftig sind soziale Phobien, die einen hohen Leidensdruck und deutliche Beeinträchtigungen der sozialen und/oder beruflichen Aktivitäten auslösen. Extremes Vermeidungsverhalten kann z.B. zu sozialer Isolation führen. Soziale Phobien können mit einem Defizit an sozialen Fertigkeiten (z.B. Nicht-Nein-sagen-können, nicht Bedürfnisse u. Wünsche zum Ausdruck bringen können, mangelnde Kompetenzen bei der Führung von Konfliktgesprächen etc.) einhergehen; dieser Defizit muss aber nicht bei Bestehen einer sozialen Phobie vorliegen. Man schätzt, dass ca. 13 % der Menschen im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige soziale Phobie entwickeln. Unbehandelt ergibt sich oft ein chronischer, in der Schwere der störung aber fluktuierender, Verlauf. 80% der Betroffenen leiden an weiteren psychischen Störungen, meist andere Angststörungen oder depressive Störungen.


Spezifische Phobie

Hierbei handelt es sich um Ängste, die auf ganz spezifische Situationen beschränkt sind wie auf Höhen, enge geschlossene Räume, die Nähe zu bestimmten Tieren, Dunkelheit, Fliegen, Urinieren in öffentlichen Toiletten, Verzehr bestimmter Speisen, Zahnarztbesuch, Anblick von Blut, Verletzungen. Die Konfrontation mit der entsprechenden phobischen Situation löst sofort Panik und, wenn möglich, Fluchtverhalten aus. Die Konfrontation mit entsprechenden Situationen wird demzufolge, wenn möglich, gemieden. Spezifische Phobien entstehen gewöhnlich in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter und können unbehandelt lange bestehen. Das Ausmaß der Behinderung des Betroffenen ergibt sich meist aus dem Vermeidungsverhalten der entsprechenden Situation. Das Ausmaß der Angst vor dem phobischen Objekt wechselt in der Regel nicht.


Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt an der aktuellen Situation an: Weshalb haben Sie im Augenblick Ihre Beschwerden? Wie müssen Sie anders denken, fühlen und handeln, um Ihre seelischen Probleme zu überwinden?

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Sie einmal gelerntes Verhalten umlernen können. Sie können neue Einstellungen und Verhaltensweisen lernen, um z.B. Ängste oder Essstörungen zu überwinden oder Ihr Selbstvertrauen zu stärken. Methoden wie Angstbewältigungsstrategien, Rollenspiele, Selbstsicherheitstraining, Entspannungs- und Visualisierungstechniken werden eingesetzt.

Die Verhaltenstherapie hat sich insbesondere bei der Behandlung von Depressionen, Ängsten, Zwängen und Selbstsicherheitsproblemen bewährt.


Zwangserkrankungen

Zwangsstörungen sind psychische Störungen, bei denen sich den Betroffenen Gedanken und / oder Handlungen wiederkehrend aufdrängen, die als quälend empfunden und meist als nicht rational erkannt werden, aber dennoch umgesetzt werden müssen. Durch diese Zwangsgedanken (z.B. sich aufdrängende Gedanken in Bezug auf Ordnung, Religion, Sexualität, Schmutz oder Verseuchung, Gewalt und Aggression) und / oder Zwangshandlungen (z.B. Waschzwänge, Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, Zählzwänge etc.) ergeben sich deutliche bis zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen des Alltagsleben. Zwangsstörungen sind nicht selten, ca. 2-3 % der Bevölkerung leiden eine gewisse Zeit ihres Lebens unter einer

 

 


Die Dörenberg Klinik behandelte in Zusammenarbeit mit dem MVZ den 2. stationären Rheumapatienten.

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Unter dem Begriff Rheuma werden bis zu 400 verschiedene Erkrankungen zusammengefasst.

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