Neurologie

Akustisch evozierte Potentiale (AEP)

Hierbei wird die Aktivität des Gehirns nach Hörreizen gemessen. Dazu wird eine Klebeelektrode am Kopf befestigt und dann über einen Kopfhörer ein Hörreiz eingesetzt. Es wird die Funktion der Hörbahnen sowie des Hirnstamms untersucht.


Demenz

Demenz ist ein im Verlauf des Lebens erworbener im allgemeinen nicht rückbildungsfähiger Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit, bzw. kognitiven Funktionen, insbesondere des Denkens, Erkennens und Erinnerns. Die Demenz tritt häufig als Folge einer organischen Hirnkrankheit auf, meist verbunden mit Störungen des Gedächtnis, der Urteilsfähigkeit, etc.. Auch die Persönlichkeit des erkrankten kann sich verändern, z. B. in seinem Verhalten, oder in grundlegenden Wesenseigenschaften.
Die Alzheimerkrankheit ist mit ca. 50 % die wohl häufigste Ursache aller Demenzen. Häufig entsteht eine Demenz auch als Folge chronischer Durchblutungsstörungen des Gehirns, oder es handelt sich um Mischformen. Andere Ursachen der Demenz sind z. B. chronischer Alkoholismus, Hirntumoren, Stoffwechselfunktionsstörungen, entzündliche Erkrankungen des Nervensystems. Auch bei Depressionen kann es zu einer sogenannten Pseudodemenz kommen.


Dopplersonographie der extra- und intrakraniellen Gefäße

Hierbei wird mittels Ultraschall der Blutfluss in den hirnversorgenden Arterien des Halses und der Hirnbasisgefäße gemessen. Die Untersuchung wird bei V. a. Einengungen (Stenosen) des Gefäßsystems sowie bei Hirndurchblutungsstörungen eingesetzt.


Duplexsonographie

In Ergänzung zur Dopplersonographie der hirnversorgenden Gefäße können die Gefäße mit dieser Untersuchung in ihrer Struktur bildlich dargestellt werden, wobei Ablagerungen (Plaque) und Einengungen (Stenosen) sichtbar gemacht werden können. Diese Methode wird in der Diagnostik von Hirndurchblutungsstörungen z. B. in der Schlaganfalldiagnostik eingesetzt.


Elektroenzephalographie (EEG)

Das EEG dient zur Messung der Funktion des Gehirns und wird z. B. bei Erkrankungen mit Bewusstlosigkeiten (Synkopen) oder epileptische Anfälle sowie in der Diagnostik anderer struktureller Hirnerkrankungen eingesetzt. Es werden Elektroden auf die Kopfhaut gesetzt und die elektrische Aktivität des Gehirns im Ruhezustand gemessen.
Die Untersuchung ist völlig schmerzlos.


Elektromyographie (EMG)

Hierbei wird die elektrische Aktivität des Muskels gemessen. Dazu wird mit einer dünnen Nadel in den Muskel gestochen und die Ruheaktivität, sowie die Aktivität bei Muskelanspannung untersucht.
Das EMG wird in der Diagnostik von Muskelerkrankungen, Neuropathien sowie bei Nervenwurzelläsionen z. B. bei Bandscheibenvorfällen eingesetzt.


Elektroneurographie (ENG)

Bei dieser Untersuchung wird die Leitungsfähigkeit von Nerven an Armen oder Beinen gemessen. Dabei werden Elektroden auf einen Muskel gesetzt und der dazugehörige Nerv durch einen kurzen elektrischen Impuls gereizt.
Durch die Neurographie können Schädigungen des peripheren Nervensystems wie Polyneuropathie z. B. bei Diabetes mellitus, oder Nervenkompressionssyndrome wie das Karpaltunnelsyndrom oder Ulnarisrinnen-Syndrom erkannt werden.


Karpaltunnelsyndrom

Hierbei handelt es sich um eine chronische Kompression (\'Einklemmung\') des Medianusnerven im Karpaltunnel, dass heißt im Bereich des Handgelenks. Meist kommt es zu kribbelnden Missempfindungen und Taubheitsgefühl in den Händen, besonders in den Nachtstunden, aber auch bei anderen Tätigkeiten, z. B. nach Fahrradfahren. Der Nachweis eines Karpaltunnelsyndrom erfolgt mittels Elektroneurographie.


Kopfschmerzen

Kopfschmerz gehört zu den häufigsten Beschwerden, bis zu 90 % der Bevölkerung leiden mindestens einmal pro Jahr an Kopfschmerzen.
Die internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet mehr als hundert verschiedene Kopfschmerzarten. Die häufigsten Kopfschmerzformen sind Migräne und Spannungskopfschmerz, zu den selteneren Formen gehört z. B. der Cluster-Kopfschmerz, auch eine regelmäßige Schmerzmitteleinnahme kann Kopfschmerz verursachen. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Behandlungsmöglichkeiten, sodass sich meistens eine Reduktion und Kontrolle der Schmerzstärke und Häufigkeit erreichen lässt.


Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die sehr unterschiedlich verlaufen kann und meistens im frühen Erwachsenenalter beginnt. Hierbei kommt es durch eine chronische Entzündung zu einer Entmarkung von Gehirn und Rückenmark, die meist schubförmig verläuft. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen der Multiplen Sklerose von sehr milden Verläufen, die im Alltagsleben kaum bemerkt werden, bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Ausfällen, die zu Behinderungen im Alltag führen.
Die Erkrankung wird durch die klinische neurologische Untersuchung, apparative Zusatzuntersuchungen wie VEP, SSEP sowie Magnetresonanztomographie festgestellt, zusätzlich wird meistens eine Lumbalpunktion durchgeführt.


Neuropsychologische Tests

Hierbei soll der Patient z. B. Rechenaufgaben lösen, zeichnen, sich Wörter merken und einfachen Anweisungen folgen. Bei diesen Tests wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns ermittelt und erste Hinweise auf Krankheiten die mit Gedächtnisstörungen einhergehen gewonnen. Die Untersuchung wird z. B. bei Hirnleistungsstörungen und Demenz eingesetzt.


Polyneuropathie

Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, bei der die Nervenfasern in ihrer Leitungsfähigkeit beeinträchtigt sein können. Die Polyneuropathie äußert sich vor allem in Füßen und Händen und beginnt oft mit kribbelnden Missempfindungen und Taubheitsgefühlen, manchmal treten auch brennende Schmerzen auf.
Es gibt zahlreiche verschiedene Ursachen der Polyneuropathien, sehr häufig tritt sie als Folge einer Zuckererkrankung auf.


Restless-Legs-Syndrom

Unter dem Restless-Legs-Syndrom (auch Syndrom der unruhigen Beine) versteht man ausschließlich in Ruhe auftretende unangenehme Missempfindungen, die sich als Schmerzen äußern. Meist tritt gleichzeitig ein unwillkürlicher Bewegungsdrang hinzu. Die Beschwerden werden durch Bewegung der Beine gelindert. Die Ursache ist vermutlich eine Störung im Dopaminstoffwechsel.
Häufig tritt das Restless-Legs-Syndrom familiär gehäuft auf, seltene Ursachen sind Nierenerkrankungen, Polyneuropathien oder Eisenmangel.


Schlaganfall

Zu einer der Schwerpunkte unserer Praxis gehört die Diagnostik und Therapie von zerebralen Durchblutungsstörungen. Ursache von Durchblutungsstörungen ist häufig das Verstopfen eines Blutgefäßes, oft durch andere Erkrankungen (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erhöhtes Cholesterin, oder Rauchen) verursacht. Eine weitere Ursache des Schlaganfalls ist die Hirnblutung durch Einreißen eines vorgeschädigten Gefäßes.
Ein Schlaganfall kann sich durch bestimmte Warnsignale ankündigen:
TIA, hierbei handelt es sich um vorübergehende neurologische Ausfallserscheinungen für wenige Minuten, z. B. halbseitige Lähmungserscheinungen, oder Gefühlsstörungen, plötzlich auftretende Sehstörungen, sowie kurzzeitige Erblindung eines Auges oder Doppelbilder, auch akut auftretende Sprech- oder Sprachstörungen können auf einen bevorstehenden Schlaganfall hinweisen.
Zur Abklärung von zerebralen Durchblutungsstörungen setzen wir in unserer Praxis die Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße ein, mit der wir Gefäßveränderungen im Bereich der Halsarterien und der Gefäße innerhalb des Gehirns nachweisen können. Ergänzende Untersuchungen sind das EEG. Falls notwenig wird eine Computertomographie oder Kernspintomographie veranlasst.


Somatosensibel evozierte Potentiale (SSEP)

Hierbei wird die elektrische Aktivität des Gehirns nach sensiblen Reizen gemessen. Dazu wird eine Klebeelektrode am Kopf angebracht und mit Strom an Armen oder Beinen ein sensibler Reiz gesetzt. Mit dieser Methode wird die sensible Leitungsbahn im peripheren und zentralen Nervensystem gemessen.


Visuell evozierte Potentiale (VEP)

Hierbei wird die elektrische Aktivität des Gehirns nach Sehreizen gemessen. Hierzu wird eine Elektrode am Kopf angebracht und die Hirnaktivität nach Stimulation durch einen Sehreiz gemessen. Mit dieser Methode kann man Erkrankungen der Sehbahn vom Auge bis zur Sehrinde messen.
Besonders bei entzündlichen Erkrankungen wie bei der multiplen Sklerose kommt es zu Veränderungen des Sehnerven (Opticusneuritis).


Wurzelkompressionssyndrom

Hierbei handelt es sich um die mechanische Reizung einer Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule, meist durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Veränderungen der Wirbelsäule verursacht. Typische Beschwerden sind Rückenschmerzen, die in ein Bein ausstrahlen, häufig kommen Sensibilitätsstörungen, eventuell auch Lähmungserscheinungen und abgeschwächte Muskeleigenreflexe hinzu.
Nachgewiesen wird eine Nervenwurzelkompression zunächst durch die neurologische Untersuchung und eine Elektromyographie der entsprechenden Kennmuskulatur.


 

 


Die Dörenberg Klinik behandelte in Zusammenarbeit mit dem MVZ den 2. stationären Rheumapatienten.

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Patientenlexikon
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Unter dem Begriff Rheuma werden bis zu 400 verschiedene Erkrankungen zusammengefasst.

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