Herr Stisser mit CA Dr. Jäkel
(Dörenberg Klinik)
Dörenberg Klinik behandelte den zweiten stationären Rheumapatienten
Wir sprachen mit dem 2. stationären Rheumapatienten der Dörenberg Klinik und Herrn Dr. Hungerberg, Facharzt für Rheumatologie im MVZ Bad Iburg.
Dr. Hungerberg, wie gestaltete sich die Therapie von Ihrem Patienten?
Aufgrund der ausgeprägten Schmerzen war zunächst eine intensivierte medikamentöse Therapie erforderlich, um den Patienten überhaupt in die Lage zu versetzen, an krankengymnastisch-physikalischen Maßnahmen teilzunehmen. Im Vordergrund stand ein ausgewogenes Behandlungskonzept mit dosierten physio- und ergotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen in Kombination mit Entspannungsübungen,
Massagen und lokalen oder Ganzkörper-Wärmeapplikationen. Wegen der ausgeprägten Schmerzsymptomatik erhielt der Patienten zusätzlich eine tägliche Therapie in der Kältekammer. Nach deutlicher Besserung der Schmerzsymptomatik konnten im Anschluss ein dosiertes Muskelaufbautraining begonnen und gleichzeitig die Medikamentendosis reduziert werden.
Herr Stisser, was schätzen Sie an der Dörenberg Klinik besonders?
Die individuelle Betreuung und Behandlung als Patient habe ich als sehr angenehm und wohltuend empfunden. In allen Ebenen, ob beim Arzt oder in den einzelnen Anwendungen war die Absprache und Koordinierung untereinander hervorragend.
Dr. Hungerberg, welche Rolle spielt eine unterstützende psychologische Betreuung während der Therapie?
Im Rahmen einer modernen Schmerztherapie ist eine begleitende psychotherapeutische Mitbehandlung unerlässlich, falls sie vom Patienten gewünscht bzw. akzeptiert wird. In der Regel zeigt sich, dass diese Patienten davon sehr profitieren und letztlich eine wesentlich bessere Schmerzverarbeitung zeigen. Eine psychologische bzw. psychotherapeutische Mitbehandlung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung chronischer Schmerzen.
Herr Stisser, wie haben Sie die psychologische Betreuung empfunden?
Vom ersten Aufenthalt an sind mir in der Therapie sofort auch Einzelgespräche und Einzelentspannungsübungen angeboten worden. Nach nur drei Wochen war mein Erschöpfungszustand beendet, ich habe Mut bekommen anzupacken und wieder zu powern. Und das ist dank der psychologischen Betreuung passiert. Und das Zusammenspiel zwischen der physiologischen und der psychologischen Betreuungssäule
ist ideal und darf eigentlich in keiner Klinik fehlen.


